Eintritt in die ungarische Krankenversicherung

  • Mit freundlicher Genehmigung von Dr. Rózsahegyi Zsolt Ügyvéd


    “Legatus nec violatur” (don’t kill the messenger/töten Sie nicht den Boten)


    Viele interessieren sich als Rentner für die ungarische Krankenkasse oder sind bereits dabei. In der letzten Zeit wurden jedoch viele abgelehnt, obwohl keine Gesetzesänderung stattfand. Aus diesem Grund habe ich mich schlau gemacht.


    Ich hatte eine Besprechung mit Führungskräften der ung. KK und habe erfahren, daß die Zahlung der KK-Gebühr von 7.500 HUF/Monat in der Zukunft nicht mehr möglich sein wird. Laut Rechtsauslegung der KK war diese Vorgehensweise ein Schlupfloch, das nie rechtmässig war.

    Sie haben mit der deutschen bzw. österreichischen KK Kontakt aufgenommen, und werden angeblich gemeinsam auftreten, damit deutsche/österreichische Rentner nicht aus der einheimischen KK heraustreten bzw. sich in Ungarn für die KK-Gebühr von 7.500 HUF/ registrieren können.

    Ob diejenigen, die bereits für die 7.500 HUF KK registriert sind, ihre Berechtigung verlieren werden, ist noch nicht klar, jedenfalls besteht die Gefahr.


    Rentner mit Aufenthalt in Ungarn aus Deutschland und Üsterreich sollen also in der Zukunft die KK in D bzw. Ö weiterzahlen, damit werden Sie nach Vorlegung der nötigen Dokumente gebührenfrei in U. versichert.

  • Mein Partner ist Deutscher und hat die letzten Jahre in der Schweiz gearbeitet. Wir haben über ein Jahr versucht in die Ungarische Kasse zu kommen und wurden stets abgelehnt mit der Begründung, dass er keine Rente erhält. So wäre nicht gewährleistet, dass er diese 7500 Ft. zahlen könnte.


    In der Schweiz kann man sich nicht mehr Krankenversichern, wenn man nicht mehr dort angemeldet ist oder aus einer CH-Sozialversicherung eine Rente erhält. Und das wird dann ganz schnell sehr mühsam. Ich weiss nun nicht, ob das ein Süppchen ist, was Ungarn im Alleingang kocht, denn es gibt ja bilaterale Abkommen, EU-Richtlinien etc.


    Mittlerweile habe ich meinen Partner doch noch in der Schweiz versichern können, denn er ist Frührentner ohne monatliche Rente. Er hat sich jedoch die 2. Säule auszahlen lassen und das gilt als Kapitalbezug mit Recht auf CH-Krankenversicherung. Nun ist er für CHF 152.00 in der Schweiz und künftig auch in Ungarn versichert. Hat ganz lange gedauert, bis ich drauf gekommen bin. Es gibt nämlich auch bei uns Krankenkassen, die ganz einfach nicht an älteren Menschen interessiert sind.


    LG, Sonja

  • Sieht ja so aus, als wenn ich hier der einzige wäre, der - außer meiner Frau als Ungarin - nur und pur in ungarischen Krankenkasse versichert ist. Bin schon 1995 in die ungarische Krankenkasse eingetreten, aber zwischendurch wegen längerer Aufenthalte in Deutschland wieder ausgetreten. Es muss im Jahre 2000 gewesen sein, als ich dann ganz und endgültig in die ungarische Krankenversicherung eingetreten bin. Meine Schwiegermutter, die damals noch geistig auf der Höhe und körperlich mobil war, begleitete mich zum häßlichen 70er-Jahre-Bau der Krankenversicherung in der Nagy Lajos király-Straße 3. und dolmetschte, denn mit meinem Ungarischkenntnissen war es auch aufgrund der Tatsache, dass ich oft zum Arbeiten wieder in Deutschland war, nicht so weit her. Die Sachbearbeiterin machte einen außerordentlich feindseligen Eindruck. Nach etlichem Hin- und her bekam ich dann aber die begehrte TAJ-Karte und die habe ich bis heute, wir zahlen jeder 7500 Ft. pro Monat. Für Leute mit ungarischem Einkommen gerade genug.


    Für Foris, die im Komitat Branau wohnen oder sich hier niederzulassen gedenken, hier noch einmal die Website mit Adressen:

    http://www.kormanyhivatal.hu/h…alombiztositasi-foosztaly


    Man muss da recht weit nach unten scrollen bis "Egészszégbiztosítási Osztály".


    Nun zum "Ernstfall", der stationären Aufnahme im Krankenhaus. Auch das habe ich jetzt schon dreimal hinter mir wg. solcher Sachen wie Leistenbruch. Zwar übernimmt die "Tarsadalmi biztosító" alles, dennoch ist es, obwohl gesetzlich verboten ist und auch verfolgt wird, immer noch üblich, dass die Patienten dem leitenden Arzt, also hier: dem Chirurgen, bei dem man letztendlich unter's Messer kommt, ein Dankgeld bezahlen. Denn die Löhne im Medizinsektor sind trotz mehrerer Anpassungen gemessen an dem harten Dienst immer noch weit unter denen im "Westen". Was an "háláspénz" anfällt, ist Ermessenssache das Patienten. Ihr solltet euch da im Bekanntenkreis, bei Nachbarn etc. erkundigen, wie die es halten. Natürlich übergibt man das Brieflein zuletzt bei der Nachuntersuchung.


    Weniger im Krankenhaus als vielmehr in den Ärztezentren erhält man oft eine teils unwürdige Massenabfertigung. Was meiner Erfahrung nach hilft, sind gute Sprachkenntnisse und wenn man heiter und gelassen auftritt. Das Dankgeld fällt bei ambulanten Maßnahmen geringer aus, bei Routineuntersuchungen verzichte ich ganz darauf.

    Ich habe fast immer alles mit Geduld über mich ergehen lassen. Das medizinische Ausbildungs- und Behandlungsniveau ist rein technisch gesehen hoch, also keineswegs "Dritte Welt". Was mich bei aller ruppigen Massenabfertigung z.B. bei der Blutabnahme tröstet, ist: Wenn ich so höre, was deutsche Landsleute "draußen" so zahlen, da kam ich bei einem angenommen Durchschnittseinkommen von 2500 Euro/Mt., ledig usw. in meinem Alter auf einen Pflichtbeitragssatz zur Pflege- und Krankenversicherung von 460 Euro, dann empfinde ich meinen ungarischen Beitrag als die richtige und bessere Wahl. Gebe ich das im Falle des Falles hier auch nur einmal aus, habe Erste-Klasse-Behandlung.

    Es kommt auch drauf an, was für ein Typ Patient man ist. Wenn dauernd zu Gesundheitsbeschwerden neigt, dann sollte man sich Ungarn als Traumland besser in Form schöner Fotodrucke ins Schlafzimmer im heimischen Essen oder Chemnitz hängen und seinen Traum im Jahresurlaub am Plattensee oder im Heilbad Hévíz leben, das ist ja auch schon was und auch für diese Ungarn-Liebhaber ist unser Forum da. Wer gantz übersiedeln will, sollte eine robuste Gesundheit mitbringen und schonend leben. Nach fünf Jahren ununterbrochenem Aufenthalt sieht m. W. alles schon ganz anders aus, man "erwohnt" sich auch Anrechte, aber das müssten wir näher recherchieren. Ich für meinen Teil empfinde mich hier bereits als in die Gesellschaft "hineingewachsen", ich kam auch als junger Mann in eine Nachwende-Ungarn im Umbruch. Ich denke, für die, die jetzt im höheren Alter mit dem Gedanken an eine Übersiedlung spielen, ist die Ausgangslage eine sehr viel andere.

  • Eben habe ich in einem anderen Forum gelesen, dass es die ungarische KK für Ausländer nicht mehr gibt. Nur noch Rentner, welche über ihr Heimatland (wo sie auch die Rente haben) KK-versichert sind, bekommen eine Karte mit Nummer drauf. Ist nur so ein Stück eingeschweistes Papier.


    Grund: Zuviele Ausländer, halt meist ältere Menschen kommen nach Ungarn. Sie haben aber nie in die ungarische KK eingezahlt und haben altersbedingt ein höheres Risiko Kosten zu verursachen. Dies bedeutet natürlich für die ungarische KK eine Kostenexplosion, welche dann die gesamte ungarische Bevölkerung mit zu tragen hätte.


    So betrachtet, kann ich die Ablehnung der ungarischen KK verstehen. Was ich nicht verstehen kann, ist die Unwissenheit der Mitarbeiter auf den Ämtern. Da weiss die Rechte nicht was die Linke macht/weiss. Und vorallem, jeder erzählt dir etwas anderes. Kommt immer darauf an, wer gerade arbeitet.


    Wir hätten uns soviel Rennerei, Zeit, Stress und Geld sparen können. Ich habe überhaupt das Gefühl, hier ist einiges im Umbruch.


    LG, Sonja

  • Mich würde mal interessieren, was Rudi larasta dazu sagen würde. Er hat sich am 18. Februar im Krankenhaus Szombathely eine neue Herzklappe einsetzen lassen. Leider meldet er sich seitdem nur sporadisch und zwar nur auf seinem Profil und kündigt nähere Informationen dazu an, wie es ihm ergangen ist, die dann aber nicht kommen, so dass man ihn auch nicht fragen kann.

    Aber vielleicht mögt ihr mal hier einen Genesungswunsch auf seine Seite setzen. Ich bin übrigens der einzige, der ihm folgt.

  • Fangen wir mal mit dem Fragen fragen an ;-))


    Demnächst steht die Beantragung der Lakcimkartya an. Wo ich das machen muss im Komitat Somogy weiß ich schon,

    nämlich in Kaposvar. Ich kann das vorab in enterhungary.gov eingeben (wenn ich das richtig verstanden habe).


    Vorlegen muss ich für die Lakcimkartya einen Einkommensnachweis (bei Verheirateten für beide oder reicht der Ehemann?) oder

    einen Nachweis über ausreichendes Vermögen, dazu noch eine Bescheinigung über eine Krankenversicherung und dann halt

    einen Mietvertrag oder Grundbuchauszug - bei uns Grundbuchauszug.


    Die Klippe die ich bisher nicht umschifft bekomme ist die Krankenversicherung.


    Ich hatte bisher Freie Heilfürsorge, d. h. dass mein Dienstherr mich als Polizeibeamter rundum versorgt hat, ich also keine

    Krankenversicherung zahlen musste. Mit Eintritt in die Pension kommt die Beihilfe zum tragen. Heißt, dass Vater Staat 70 %

    übernimmt, ich den Rest absichern muss. Habe ich getan und ist auch kein Problem. Problem ist dann wohl, dass man in Ungarn

    dies nicht kennt, nicht mit der privaten abrechnet, keine Rechnungen erstellt usw. Ich stehe da nun ehrlich gesagt auf dem Schlauch.


    Die DKVA sagte mir alles kein Problem, dann versichern sie sich in Ungarn freiwillig und bringen ein Bescheinigung bei das sie

    zuvor über den Staat versichert waren. Wie ich das mache, wo, welche Formulare, Ansprechpartner, sagte man mir nicht. Deswegen hasse ich übrigens telefonische Auskünfte. Immer schnell gemacht, nix Konkretes, man kann niemand festnageln. Deswegen hänge ich nun in der Luft.


    Ich weiß aus Eigenrecherche das es eine Taj-Kartya gibt, aber wo, wie ich die mit welchen Unterlagen, welche Voraussetzungen ich da haben muss, habe ich keine Ahnung von.


    Dies zu meinereiner.


    Bei meiner Frau ist es etwas einfache. Bisher gesetzlich versichert. Ist 53 Jahre alt und möchte in Ungarn nicht weiter arbeiten. Ihre

    Knochen machen auch nicht mehr mit (Rheuma in den Fingern und deswegen auch Ungarn wegen der Thermalbäder, tat ihr nämlich gut). Es hieß, sie könne sich freiwillig versichern. Wie, wo, was, keine Ahnung.


    Falls es schonmal diskutiert wurde, dann war ich zu blöd es zu finden. Die Suchfunktion hab ich genutzt. Wenn ja, dann Asche auf mein Haupt. ;-)

  • Fangen wir mal mit dem Fragen fragen an ;-))

    Gerne würde ich zu allen Fragen eine konkrete Antwort geben, leider kann ich nur aus eigener Erfahrung berichten.

    Zur Lacimkartya hast du bis auf die Krankenversicherung schon selber Klarheit geschaffen.

    Freiwillig versichern:

    Seit einiger Zeit ist es nicht mehr möglich in die ungarische gesetzliche Krankenversicherung zu kommen, wenn man keinen Job in Ungarn hat.

    Das wäre das Einfachste für dich gewesen, weil der Monatsbeitrag dort sehr gering ist. Bleibt die Privatversicherung, die meines Wissens nach in Ungarn nur eine Zusatzversicherung ist, die nicht die ärztliche Grundversorgung abdeckt. Deshalb wird sie wohl als Nachweis nicht ausreichend sein

    Ich selbst bin bei der HUK Coburg in Deutschland privat versichert, das wurde damals anerkannt.

    Bei den Ärzten gelte ich hier als Selbstzahler, bekomme nach der Begleichung eine Rechnung, die ich dann bei meiner Versicherung einreiche.

    Das klappte bisher prima, auch bei OP's.


    Leider kommen deine Fragen zu einem Zeitpunkt, wo unser Matt gerade unterwegs ist und nicht immer online.

    Ich bin sicher, wenn er wieder da ist, bekommst du deine Fragen von ihm ausreichend beantwortet.

    Also, gedulde dich bitte noch ein wenig.


    LG

    Lilly

  • Danke für die Antwort.


    Ich habe nun nochmals meine private KV genervt, sowie das Raphaelswerk, welches als Ansprechpartner von der Bundesstelle für Auswanderer genannt wird.


    Bin gespannt auf deren Antworten. Vielleicht hat ja noch jemand anders eine Idee.

  • Frank flosafraca ,


    bezüglich deines Posts vom 31. Juli habe ich am 26.08. auf Facebook erfahren:


    Aufnahme in die ung. Gesundheitskasse nur als zwangsversicherter Rentner in Deutschland

    oder

    als Arbeitnehmer in Ungarn

    oder

    als Selbständiger mit Kft. oder Kleingewerbe,


    schrieb da ein "Buddy Orban". Nun schau(t) mal bitte, ob du und / oder deine Frau von eurer PRIVATEN Krankenversicherung dieses Dokument bekommt (ich stelle es später auch im Dokumentearchiv ein), in dem eure deutsche PRIVATE Krankenversicherung die volle Kostenübernahme bestätigt. Damit kommt ihr auch in die ungarische Krankenversicherung und bekommt die "TAJ kártya", zahlt aber praktisch doppelt:
    - die deutsche PRIVATE KV - Beitragssätze kenne ich nicht - und

    - die ungarische staatliche KV, zur Zeit 7.500 Ft / Monat, wobei man dann des arg gefallenen Forint-Kurses doch sehr viel besser abschneidet als zu Beginn dieser Diskussion. - Das Ganze ähnelt dann dem oben angeführten "Modell Lilly", wobei ich hinter der HUK Coburg aber keine private, sondern eine Pflicht-KV vermute.

    Ferner habe ich erfahren, dass die PRIVATE KV dieses Papier in Englisch ausstellen muss: https://www.krankenkassen.de/s…ficate-of-entitlement.pdf

    Darin wird versichert, dass der Inhaber der Bescheinigung von einer ERGÄNZENDEN privaten Krankenversicherung (also wohl genau dein Fall) "gedeckt" (covered) ist, im Original:

    "This document is to certify that the person indicated below is covered by a substitutive private health insurance with [name of the insurance company] in Germany."


    Und was ist nun aus deinen am 1. August angekündigten Recherchen geworden?

  • Danke für deine Bemühungen.


    Die Infos bezüglich der Krankenversicherung habe ich auch schon gehört.


    Mittlerweile bin ich aber weiter. Für meine Frau kommt eine Übernahme in die gesetzliche ungarische Kasse in Frage,

    als freiwilliges Mitglied. Sie ist nämlich noch keine Rentnerin und die Ungarn haben sie freiwillig aufzunehmen, wenn

    sie zuvor gesetzliches Mitglied einer gesetzliche Kasse eines anderen EU-Staates war. Formular dazu hieß E 104, nun S 21 (wobei die Zahl auch 41 sein kann, müsste das raussuchen). Bei mir sieht das anders aus, aber ich werde versuchen auch als freiwiliges

    Mitglied unterzukommen, denn auch diese Möglichkeit besteht nach Auskunft der DVKA (Spitzenverband GKV im Ausland).


    Ob das praktisch so umsetzbar ist, werde ich sehen.

  • Das kommt auf das Komitat an. Wir haben es auch so versucht. Aber hier im Somogy hatten wir keine Chance. Die wollen keine Ausländer, welche nie in die ungarische Kasse eingezahlt haben. Das mit dem Formular haben wir gemacht, hundertmal hin und her und zum Schluss, NEM.


    Viel Glück, ich bin sehr gespannt obs klappt.


    LG Sonja

  • Das Thema treibt mich immer noch um.


    Jeder sagt etwas anderes, eine einheitliche Lösung scheint es wohl nicht zu geben. Ich habe auch bei

    Facebook gefragt und auch dort bekomme ich ständig unterschiedliche Antworten.


    Eine Antwort lautet z. B., dass ich meine private KV in Deutschland kündigen soll, dann käme ich in die

    ungarische GKV. Eine andere Antwort war, dass ich nach einem Jahr Lakcimkartya eine ungarische

    Steuernummer beantragen soll und mit dieser würde ich dann in die ungarische GKV aufgenommen.


    Ich bin da nun wirklich komplett verwirrt. Aufgeben werde ich aber nicht.


    Eine ungarische Steuernummer werde ich sowieso benötigen, da ich einen Teil des Geldes von meinem

    Hausverkauf in eine ETW in Budapest oder evtl. Pecs anlegen wollte. Ich hätte dann Einnahmen in Ungarn.

    Ich habe diesbezüglich auch schon an eine ungarische KATA mit ihren pauschalen Steuern und Sozialversicherungs-

    beiträgen gedacht. Ich weiß aber nicht, ob man Vermietung/Verpachtung als Firmenzweck da einbringen kann.


    Ich könnte das auch ganz geschickt machen und zwei ungarische Kft. gründen, jeweil mit einer ETW, wenn es denn

    geht, und einmal mich selbst, einmal meine Frau als Hauptunternehmer eintragen. Die Pauschalsteuer mit allem

    drin, ist nämlich günstiger als die PKV und eine ggfls.freiwillige GKV in Deutschland. Würde zusammen rund 280

    Euro im Monat ausmachen, wobei darin auch schon die Steuern für die Wohnungen enthalten sind. Oder habe ich

    da nun einen Denkfehler?


    Um das Umzusetzen, benötige ich dann einen Steuerberater. Falls es so gehen könnte.


    Ihr seht, ich mache mir Gedanken....:saint:;)

  • Ich zitiere:


    Zitat

    Eine Antwort lautet z. B., dass ich meine private KV in Deutschland kündigen soll, dann käme ich in die

    ungarische GKV. Eine andere Antwort war, dass ich nach einem Jahr Lakcimkartya eine ungarische

    Steuernummer beantragen soll und mit dieser würde ich dann in die ungarische GKV aufgenommen.


    Das ist falsch. Nach 5 Jahren Wohndauer in Ungarn erwirbst du dir hier gewisse Ansprüche, aber nicht unbedingt das Recht, in die ungarische TAJ aufgenommen zu werden, jedenfalls nicht als alleinige KK.

    Ich kann dir Dr. Rózsahegyi in Budapest empfehlen. Er ist auf Facebook und hat da auch eine Rechtsberatungsgruppe, ich setze das mal morgen in unsere Seite "Dokumentenarchiv" ein.

    Unser Firmen-Steuerberater kostet 12000 Ft. im Monat, auch Geld. Damit gehen umgerechnet 360 Euro im Jahr wieder mal so weg. Kft = GmbH gründen will gut überlegt sein. Freigrenzen gibt es nur für Arbeitnehmer (bei Rentnern und Pensionisten weiß ich es jetzt nicht). Die APEH ist hinter jedem Forint her wie der Deubel hinter der armen Seele. Dein Steuerbrater muss gut und zuverlässig sein. Die Strafen hier sind hoch und erfolgen prompt.

  • Wenn es irgendwie möglich wäre, in die gesetzliche ungarische KV als Privatversicherter zu kommen, wäre ich mit Sicherheit schon drin. Dann könnte ich mir nämlich die hohen Beiträge sparen, die einen Teil meiner Rente wegfressen.

    Bisher hat mir noch niemand den Weg zeigen können, wie das geht.

    Eines weiß ich aber ganz genau, mit der Aufenthaltsdauer hier in Ungarn hat das rein gar nichts zu tun.

  • Guten Morgen, Lilly, ich zitiere:


    Zitat


    Eines weiß ich aber ganz genau, mit der Aufenthaltsdauer hier in Ungarn hat das rein gar nichts zu tun.


    Bei jungen Arbeitnehmern oder Ausländern, die nach Ungarn heiraten, schon. Wir müssen da nicht immer von uns ausgehen. Für Ukrainer z.B. kann eine Heirat nach Ungarn attraktiv sein, Westler hingegen werfen nur die Lippe auf, wenn man sie in einem solchen Falle (was ich sah: Medizinstudent lernt hier Ungarin kennen) fragt, ob sie an eine Ansiedlung in Ungarn denken.

    P. S.: Frank flosafraca Es würde mich mal interessieren, wer das auf Facebook ist, der einem Pensionär Ratschläge gibt wie: "private KV in Deutschland kündigen soll, dann käme ich in die ungarische GKV". Der ist ja gemeingefährlich. Es muss einem doch schon so ein gewisser Magendruck sagen, dass da was faul ist.