Beiträge von Seuso

    Die MSZP ihrerseits hat noch einen draufzugegeben, indem Sie ein Video auf facebook hochlud (nicht mehr verfügbar, ich habe auch keine Zeit für solche Mätzchen), zu dem der MSZP-Abgeordnete István Ujhelyi schrieb:


    Zitat

    Von jetzt ab nennen wir dieses Regime: Rattenregierung!


    Das Video war schon gestern morgen wieder von der Seite genommen worden. Die Fidesz antwortete, indem sie eine Million Forint (ca. 3200 Euro) für eine Gegenkampagne investierte.


    Freuen wir uns doch, dass der bislang absolut laue Wahlkampf nun etwas Fahrt aufnimmt.

    Inzwischen hat gestern auch der Philosoph Miklós Gáspar Támas - in der Öffentlichtkeit auch als "TGM" (entsprechend der reversiven Schreibweise von Mane und Zahlen im Ungarischen, "Eastern Ordner" genannt) zur Causa Bangóné geäußert und die MSZP-Abgeordnete öffentlich zum Rücktritt aufgefordert. TGM schreibt:

    Zitat

    "Wenn wir einige unsere Mitmenschen mit Parasiten vergleichen, die aufgrund ihrer politischen Ansichten ausgerottet werden sollten, sind wir der nationalsozialistischen / faschistischen Ansicht sehr nahe.

    Die Ungarische Sozialistische Partei und der Europaabgeordnete selbst könnten uns einen Gefallen tun: Kümmern Sie sich darum, wir bitten darum, dass uns nur von der Weltsituation schlecht werde, aber nicht von uns selbst. Wenn oppositionelle Wähler für solche Parteien stimmen sollten, können sie sich nur zwischen akuter Übelkeit und Enthaltung entscheiden.

    Liebe Frau Bangó, bitte treten Sie sofort von ihrem Abgeordnetenmandat zurück. Wenn dies nicht der Fall ist, wird es Ihr Fehler sein, wenn Sie - was Ihre Person betrifft - als Privatperson im öffentlichen Leben uninteressant werden. Jeder wird Ihnen das Allerbeste wünschen, wenn Sie endlich schweigen. “


    Er fragt weiter:


    Zitat

    "Wie konnte es sein, dass aus einem verdammt fluchenden Schulmädchen (gimnazista lány) eine Person des öffentlichen Lebens wird"?


    Leider kann ich den ganzen Text aus Zeitnot nicht übersetzen. Aber die Auszüge des bekannten Oppositonellen und ehemaligen SZDSZ-Abgeordneten sprechen wohl für sich.

    Ratte_Nagetier.jpgZur Nagetiersache: Die Sozialistin Bangóné, die, in einem TV-Interview auf das wachsende Lager der Fidesz-Wähler angesprochen, geantwortet hatte: "Es gibt viele Ratten in Ungarn", erklärte nun auf Nachfrage des linksliberalen Portals azonnali . hu, dass das ja alles gar nicht so gemeint gewesen sei, O Nein o nein, das sei Ferne! Die Sozi beschuldigt nun "die Medien", man habe ihr "das Wort im Munde umgedreht". Ildikó Bangó wörtlich:


    "Es sei fern von mir, dass ich so etwas zu einem Fidesz-Wähler oder einen Unterstützer IRGENDEINER ANDEREN PARTEI [Hervorhebung von mir, M. Rauert] sagen würde!"


    Zum Nachprüfen in Ungarisch, vielleicht verstehe ich ja kein Ungarisch: "Távol álljon tőlem, hogy én a fideszes szavazóra vagy bármelyik más párt támogatójára bármi ilyet mondanék!"


    "Unterstützer irgendeiner anderen Partei": Frau Bangó hat also sehr gut verstanden, dass auch außer der DK (9% laut Umfragen), die meint, das sei Sache der MSZP, und des kleinen MSZP-Partners "Dialog für Ungarn" (1%) sämtliche anderen Parteien ihren Vergleich entschieden zurück gewiesen haben:


    "A nyilatkozatot a Jobbik nevében Szilágyi György vállalhatatlannak, az LMP-s Vágó Gábor pedig elfogadhatatlannak nevezte."


    Übersetzung: "UNTRAGBAR nannte György Szilagyi im Namen der Jobbik die Äußerung, der LMPler Gábor Vágó hingegen nannte sie 'unannehmbar'."

    Zitate nach Video von M1, hirado . hu, 27.04.2019: https://www.hirado.hu/belfold/…angone-patkanyos-mondatan


    Frau Bangó denkt entsprechend nicht daran, der Forderung der Fidesz nach Rücktritt von ihrem Mandat nachzugeben. Konsequenzen ergeben sich für sie im Moment keine - im Gegensatz zum Vizebürgermeister von Braunau (FPÖ).


    So "undemokratisch" und illiberal ist Ungarn!

    Die sozialistische (MSZP) Abgeordnete Ildikó Borbély Bangóné hat am gestrigen Freitag im Interview mit dem Privatsender atv .hu auf die Frage hin, warum die Zahl der Fidesz-Unterstützer (Fidesz ist die Orbán-Partei) wieder steige: "Sok a patkány Magyarországon" = "Die Zahl der Ratten ist in Ungarn hoch". Die Moderatoren dachten, nicht richtig gehört zu haben. Die Oppositionspartei LMP (grün-zentristisch) distanzierte sich durch ihren Sprecher Lóránt L. Keresztes umgehend von dieser Entgleisung.


    Die 47-jährige Erzieherin mit Wirtschaftsdiplom gilt als eine der Hauptverantwortlichen bei der versuchten Erstürmung der Redaktionsräume des Staatssenders MTVA im Dezember 2018. Hier Bangónés Äußerung im O-Ton bei 3:39:

    http://www.atv.hu/videok/video…ar-az-mszp-es-a-parbeszed

    Ministerpräsident Orbán ist nach Gesprächen in Kasachstan zu Wirtschaftskonsultationen nach China weitergereist, wo er mit dem chinesischen Premier Li-Ko Tschiang zusammentraf und Verhandlungen im Gästehaus der Regierung führte. In einer Rede lobte er die chinesische Initiative "OBOR". Die Abkürzung steht für: Ein Gürtel, eine Straße, in Deutschland als "Seidenstraßenprojekt", in Wirtschaftkreisen eher als Silk Road Economic Belt („Seidenstraßen-Wirtschaftsgürtel“ bekannt, im Ungarischen "Egy Övezet Egy Utca".


    An die Landroute, d.h. Eisenbahnstrecke über Moskau und die Slowakei sind an den Endpunkten z.B. Österreich, Nürnberg und Hamburg angeschlossen. Sehr bedeutend ist aber auch die Südtangente "See-Seidenstraße" mit Hafentiefbauprojekten in Pakistan und Afrika.


    Quelle: https://www.magyarhirlap.hu/ku…magyar-nemzeti-erdekekkel
    Zur OBOR-Initiative: https://de.wikipedia.org/wiki/One_Belt,_One_Road

    Die Stadt #Mohács hat einen schnellen Katamaran - ein Ausflugsschiff - in Dienst gestellt. Das Video zeigt eine erste Probefahrt (auch für Zwecke dieses Videoclips) Anfang April. Am 11. April 2019 war die offzielle Übergabe an die Stadt.

    Mohács an der Donau hatte vor zwei Jahren mehr 300 Mio. Forint zusammen mit der kroatischen Stadt Pelmonostor im Rahmen einer touristischen Bewerbung gewonnen. Weiterlesen auf unserem Blog...


    (Ja, ich weiß, auf Handy lädt der Blog eher langsam wg. der vielen Bilder. Habe heute aber schon wieder daran manipuliert, dass er etwas schneller lädt.)

    Der ist gut^^ Genau das hat mir 1991 ein junger Kollege in meinem damaligen Verlag, der als Azubi geheiratet hatte und dessen Frau bald darauf ein Kind bekam, wörtlich gesagt: "Das ist unser Porsche":S

    Ich freue mich sehr auf das Treffen und sage gern für mich (1 Person, 1 Übernachtung) zu. Wenn @Ferdinand mit Gattin auch käme, könnte ich ihm anderntags nach dem Frühstück an seinem Notebook, wenn er es mitbringen mag, die wichtigsten Funktionen und Bedienungen wie Bilder in die Gallery hochladen, zeigen. Ich möchte nur am Sonntagmittag in Pécs zurück sein. Näheres oder falls er nicht übernachten möchte, wie wir es dann handhaben, können wir per E-Mail klären.

    Wenn sich das hier abzeichnet, dass wenigstens ein harter Kern kommt und die Preise und die verfügbaren Zimmer bzw. Betten und bis wann die zu reserverieren sind, auf dem Tisch liegen, mache ich übrigens gerne wieder eine Rund-E-Mail an alle Foris.

    Heute Abend wurde im ungarischen Staatsfernsehen M1 im Rahmen eines Auslandsmagazins eine kurze "Analyse" zu der neuen slowakischen (designierten) Präsidentin Čaputová, eine enge Soros-Vertraute(1), gesendet. Sehr viel Neues war es nicht; im Wesentlichen wurden Eszter Párkányi, eine Polit-Analystin vom "Zentrum für Grundrechte" (klingt linksliberal, tatsächlich aber eine regierungsnahe Vereinigung), die für konservative Blätter schreibt, und der all-präsente Zoltán Lomnici, ein Staatsrechtler, interviewt. Für mich war daran nur neu, dass die Wahlbeteiligung am vergangenen Samstag mit 49% so niedrig war wie nie bei einer Präsidentenwahl. Interessant auch, dass Čaputová's Mitbewerber, der Diplomat und EU-Kommissar Maroš Šefčovič, ein Altkommunist ist, der es noch im Juni 1989 geschafft hatte, Mitglied der KP der ČSSR zu werden. Seine Partei gehört der Sozialistischen Fraktion im EU-Parlament an. Die Wähler sahen also zwischen Linksliberal und Sozialisten keine wirkliche Alternative, vor allem auch deshalb nicht, weil die Konservativen und Rechtsliberalen in diesem Rennen nicht mehr vertreten waren. Čaputová's Partei erinnert an die 5-Sterne-Bewegung in Italien oder Macrons "En marche", eine Partei des dritten Weges also, aber wie das ausgehen kann, sieht man derzeit in Frankreich. Was kann und wird die Anti-Korruptionsvertreterin Čaputová erreichen (wollen)? Ein Video des linksliberalen Portals euronews.com weist darauf, dass z. Z. die Richterwahlen in der Slowakei durchgeführt werden. Die neue Präsidentin wird am 15. Juni vereidigt. Ziehen sich die Richterwahlen bis zu und über diesen Zeitpunkt hin, kann Čaputová noch die höchsten Richter ernennen - meinen die Autoren des Videos.


    (1) "She later moved into the non-profit sector at the Open Society Foundations, where she handled public administration and the issue of abused and exploited children": Dieser Satz findet sich nur im englischen Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Zuzana_%C4%8Caputov%C3%A1. Warum war das im deutschen Gegenstück des Artikels "unwichtig"?


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    Hier noch ein Foto von Eszter Párkányi, Quelle: Facebook

    Eszter_Párkányi.jpg

    Nach Auszählung von mehr als 97% der abgegebenen Stimmten steht fest, dass die linksliberale Anwältin Zuzana Čaputová mit einer Mehrheit von 58,27% der abgegebenen Stimmen die slowakische Präsidentenwahl gewohnen hat. Ihr Gegenkandidat, der von der "sozialdemokratischen" (Fico-Partei) Smer-SB unterstützte EU-Kommissar Maroš Šefčovič, kam auf 41,72% der Wählerstimmen und gratulierte der Wahlsiegerin als Erster. Der slowakische Premier Peter Pellegrini gab in seinem Glückwunsch seiner Hoffnung auf eine "konstruktive Zusammenarbeit"Ausdruck.


    Der Unterton, der in Pellegrinis Schreiben zum Ausdruck kommt, deutet auf künftige Spannungen innerhalb der künftigen Ausrichtung des bitterarmen EU-Landes hin. Die 45-jährige, geschiedene Anwältin Čaputová, eine Umweltaktivistin, wurde erstmals einer größeren Öffentlichkeit bekannt, als sie 2013 einen Sieg gegen eine Mülldeponie erfocht, wofür sie 2016 mit dem Goldman Environmental Prize ausgezeichnet wurde. Sie tritt u.a. für das Recht der Frau auf Abtreibung und die Anerkennung homosexueller Ehen ein. In konservativen Kreisen wurde sie während des Wahlkampfes als "Soros"- bzw. "Clinton-Marionette" gebrandmarkt. In ihrer Siegesrede dankte sie ihren Wählern auch auf Ungarisch und in einem "Roma"-Dialekt. Das Portal queer.de berichtet dazu:


    Zitat

    Einer der höchsten Geistlichen der slowakischen Katholiken hat kurz vor der Präsidentenwahl am kommenden Samstag mit einem aufsehenerregenden Wahlaufruf gegen die linksliberale Favoritin Zuzana Čaputová für Empörung gesorgt. In einer Predigt rief der 65-jährige Ján Orosch, der Erzbischof von Trnava, die christlichen Wähler dazu auf, den Verlockungen des Teufels zu widerstehen, der die Menschen mit schönen Worten zu falschen Wahlentscheidungen für Vertreter der "Gender-Ideologie" verführe.


    Konkret kritisierte der Erzbischof, es sei "eine schwere Sünde", öffentlich "diese ultraliberale Kandidatin" zu unterstützen. Christen dürften keine Politiker unterstützen, die sich für die Liberalisierung von weichen Drogen, Sterbehilfe oder Abtreibung aussprechen – auch ein Votum für Unterstützer der Ehe für alle oder Befürworter des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare seien für echte Christen tabu.


    "Nach Ansicht des Meinungsforschers Pavel Haulik konnte Čaputová vor allem davon profitieren, dass sie die nach einem Journalistenmord vor einem Jahr entstandene Stimmung gut gegen den Korruptionsfilz im Land ausnützen konnte", schreibt die Neue Zürcher Zeitung. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, sich vorzustellen, dass die Nachricht von der Wahl einer ausgesprochen Brüssel-freundlichen Frau nicht gerade für Freudentaumel in Kreisen der regierenden Fidesz sorgt. Die gute Stimmung der 30-Jahre-Fidesz-Party dürfte nun vollends verraucht sein.


    Weitere Quellen:


    M1 hiradó

    de.wikipedia.org

    en.wikipedia.org

    hu.wikipedia.org

    Čaputovás Website: https://www.zuzanacaputova.sk/

    (Vorbemerkung: Da mein Tag heute voll ist und andere wichtige Themen auf der Tagesordnung stehen, auch hier, setze ich hier nur einen Auszug aus dem WELT-Artikel ein)


    "Die Europäische Volkspartei (EVP) setzt die Mitgliedschaft der Partei von Ungarns Regierungschef Viktor Orbán aus. Das teilte die EVP am Mittwochabend nach mehrstündigen Beratungen in Brüssel mit. Eine Experten-Kommission unter der Führung des ehemaligen EU-Ratschefs Herman Van Rompuy soll nun entscheiden, wann und ob die Mitgliedsrechte der Fidesz-Partei wieder in Kraft gesetzt werden, wie EVP-Chef Joseph Daul auf Twitter mitteilte.


    190 von 194 Delegierten stimmten bei einem EVP-Vorstandstreffen am Mittwoch für einen entsprechenden Vorschlag, drei dagegen. Ein Austritt von Orbáns Partei scheint damit zunächst abgewendet.

    Aus Sicht von Fraktionschef Manfred Weber ist ein Ausschluss des Fidesz aus der EVP trotz Suspendierung allerdings immer noch eine Option. Das „ist nicht vom Tisch, das ist auf dem Tisch“, sagte der CSU-Vizechef am Mittwochabend in Brüssel. Es werde viel Zeit nötig sein, um wieder Vertrauen zwischen der EVP und der Fidesz-Partei aufzubauen.


    Erste praktische Konsequenz der Suspendierung sei, dass Orbán bereits am Donnerstag nicht mehr am EVP-Spitzentreffen vor dem EU-Gipfel teilnehmen dürfe, sagte Weber weiter. Fidesz habe auch keine Mitsprache mehr über die politische Richtung der EVP und könne keine Kandidaten mehr für politische Ämter in der Partei aufstellen.


    Orbán selbst begrüßte den Beschluss zur Aussetzung der Mitgliedschaft. „Die EVP hat eine gute Entscheidung getroffen, weil sie die Einheit bewahrt hat“, sagte er am Mittwochabend in Brüssel.

    Zugleich erklärte er, dass die Fidesz-Partei aus freien Stücken die Mitarbeit in allen EVP-Gremien ruhen lasse, solange ein von der EVP eingesetzter Weisenrat die Lage in Ungarn überprüfe.

    „Der Vorschlag ist eine Brücke, um verloren gegangenes Vertrauen wieder aufzubauen“

    Zuvor hatte Orbán erwirkt, dass der Vorschlag der EVP-Spitze – über den letztlich abgestimmt wurde – noch mal in seinem Sinne geändert wurde. In der neuen Variante hieß es, das EVP-Präsidium und Fidesz hätten sich gemeinsam darauf verständigt, dass Fidesz seine Mitgliedschaft bis zum Ende des Berichts ruhen lasse."


    Das ungarische linksliberale, sich als aufklärerisch und "fortschrittlich" sehende Webportal 444.hu hat den mehrfachen Landesmeister im Eisschnelllauf und Olympiateilnehmer Sándor Liu Shaolin am Samstag in einem Bericht als "chinesischen Gastarbeiter" bezeichnet, berichtete hirado.hu. „Lökött a kínai vendégmunkás” - "Der chinesische Gastarbeiter hat gestoßen", fasste der Redakteur seinen Bericht zusammen, wonach Liu Shaolin bei einem Weltmeisterschaftslauf in der bulgarischen Hauptstadt Sofia, nachdem er als Erster in Ziel gerannt war, nachträglich disqualifiziert wurde, weil er nach Meinung des Schiedsrichters einen Konkurrenten gestoßen habe. Der Ungarn wurde aus dem Wettkampf ausgeschlossen.


    Der in Ungarn geborene Lui Shaolin, der eine ungarische Mutter hat und fließend Ungarisch spricht, kann bereits auf eine mehr als 10-jährige Karriere zurückblicken. 2011 wurde er erstmals Landesmeister im Eisschnellauf über 1000 und 1500 Meter, 2013 in Malmö Europameister in der Kategorie über 5000 Meter. Bei der ebenfalls in 2013 abgehaltenen Weltmeisterschaft der Junioren in Warschau erlief er über 1000 Meter die Goldmedaille. 2014 nahm er im Rahmen der ungarischen Eisschnellauf-Delegation an den Olympischen Winterspielen im russischen Sotschi teil. 2015 erkämpfte der halb chinesischstämmige Ungar wiederum im Rahmen der Junior-Weltmeisterschaft in Osaka eine Goldmedaille. Ich habe mich bewusst nur die Spitzenerfolge beschränkt, eine vollständigere Übersicht inklusive Silber- und Bronzemedaillen kann dem ungarischen Wikipedia entnommen werden.

    Ein verdienter Sportler, der seinem Land Ehre macht und maßgeblich zum Ruf des kleinen Nation als gefürchtete Sportmacht beitrug - unter 193 anerkannten Staaten der Welt. Sollte man meinen. Nicht so die Großkorinthenkacker der linken Avantgarde, die sich in der Rolle der Vordenker der Nation und Speerspitze im Kampf gegen das aus ihrer Sicht faschistoide Orbán-Regime und Bannerträger der Weltoffenheit und des Antirassismus und Antiziganismus in einem Land, das Meinung dieser "Influencer" dringend Nachhilfe in Demokratie benötige, sehen. Freilich soll der Chefredakteur, dessen Organ angeblich durch den jüdischen Milliardär Soros finanziert wird (munkelt man), bereits früher durch "Judenlistung" (lisztazás) aufgefallen sein.


    Die Redaktion des Welterklärungsportals hat inzwischen nach einem Shitstorm für seine journalistische Glanzleistung auf facebook den Titel seines Kurzberichts geändert. Einige Rektionen der empörten Leser dokumentiere ich hier mit Screenshots aus dem Kommentarbereich von 444.hu und seiner Facebook-Seite:


    Lui_shaolin_vendegmunkas_444-hu_szerint.png 444-hu_Liu-Shaolin_facebook.jpg

    Morgen, Csipi!


    Es ist gut, dass du das Thema aufbringst, denn was uns noch dringend fehlt, ist ein Flohmarkt. Da sollten alle Anzeigen der Foris vom Typ "Suche - Biete" rein, das Forumsteam kann alle bisherigen Beiträge dazu dahin verschieben. Es wäre also gut, wenn ihr das geklärt habt, dass du oder deine Schwester die Anzeige formuliert und ein neues Thema dazu erstmal im nappali aufmacht. Ich will heute auch unsere eigene Anzeige "Ferienhaus am Balaton-Südufer zu vermieten" fertig machen.

    Zu deiner Frage kann ich inhaltlich nicht viel sagen. Wir rechnen Mieteinnahmen über unsere Firma ab, d.h., die Firma tritt als Hauptmieter des Objektes (von den Eigentümern, das sind wir) auf und vermietet an die Gäste weiter. Bei euch ist zunächst mal die Frage, ob ihr Einkommenssteuer (személy jövedelemadó, die auf einem Gesetz von 1995 basiert, kennst du wohl) bezahlt und regelmäßig eine Einkommenssteuererklärung an die NÁV abgebt. Da gilt in Bezug auf die Vermietung von Objekten von Privatpersonen seit 01.01.2019 eine neue Vorschrift, die, soweit ich sie überflogen habe, sich mit der Einrechnung oder Exklusivrechnung der Nebenkosten (Strom, Wasser, Versicherungsanteil, bei Wohnungen gemeinsamer Vertreter der Hausgemeinschaft etc.) befasst:
    https://www.nav.gov.hu/nav/ado…an_berbeadas20190213.html

    Das muss meine Frau aber erstmal durchsehen. Meine persönliche Meinung ist, wenn die Einnahme szaj-pflichtig ist (ist das bei dir der Fall? Geht die Einnahme über deinen Betrieb?), hat das mit der Gemeinde wenig zu tun.

    Schon etwas vom Ereignis entfernt, dennoch muss es hier zum Nachschlagen gesagt werden: Am Freitag hat der ungarische Staatspräsident Áder den genauen Termin der EU-Wahl vorgegeben. Die EU hatte Anfang 2018 für die Wahl ein Zeitfenster vom 23.-26. Mai 2019 vorgegeben, innerhalb derer die Wahlen in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union abgehalten werden müssen. Da Wahlen laut Gesetz in Ungarn nur am einem Sonntag abgehalten werden dürfen, kam nur der 26.05. in Frage.


    Quelle: https://index.hu/belfold/2019/…ztas_idopontjat_majus_26/

    Dreizehn Migranten wurden heute um 16 Uhr im Außengebiet der Gemeinde Hercegszántó im Komitat Bács-Kiskun von der Polizei angehalten und festgenommen. Die Iraker und Syrer besaßen weder Personenidentitätsausweise, noch konnten sie gültige Aufenthaltspapiere für Ungarn vorweisen. Die Polizisten begleiteten die Einwanderer daher "in angemessener Weise" (megfelelően) zur provisorischen Grenzabsperrung zurück.


    Quelle: police.hu

    Erich, stimmt, ich hatte mich vertippt. Nun habe ich es korrigiert. Die meisten Posts schreibe ich nachts. Aber warum eigentlich immer gleich dieser polemische Tonfall, wenn ich mich mal vertippe?


    An meinen Abrechnungen, da, wo konkret Ein- und Ausgaben getätigt werden, gab es nichts auszusetzen, oder? Und das sollte hier das Wesentliche sein.

    Gestern war ich in der Wechselstube meines Vertrauens, um 200 Euro zu tauschen. Ich ließ mir zuerst den Kurs nennen, d.h., was ich nach Abzug auch der sog. Transaktionsgebühr, die die Regierung vor einigen Jahren eingeführt hatte (Thema fehlt hier noch), tatsächlich ausgezahlt bekomme und das war wenig erfreulich: Der Kurs liegt aktuell bei 1 Euro = 311,20 Forint.


    Inkl. Abzug durch Transaktionsgebühr bekam ich nur noch 61.540 Ft ausgezahlt, gegenüber rund 317 Forint vor einem halben Jahr. Dieser Beobachtung entspricht eine Grafik, wonach der Forint seit Mitte Januar stark angezogen hat (vorher mäßig, aber stetig). Zusammen mit der um 2,7% gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Inflation im Consumer Sektor bleiben uns also - ja, wieviel? - schwer zu sagen, aber wenn ich rechne: rund 2% Kaufkraftverlust durch den (für uns) schlechteren Kurs + 2,7% Inflation = 4,7% im Konsumsektor, also wenn ich zu Spar oder Tesco oder einfach im Toom-Lädchen an der Ecke einkaufen gehe.


    Wie kann man ausweichen? Gute Frage.... Gürtel enger schnallen:( Nein, im Ernst: Das können insbesondere deutsche Rentenempfänger in Ungarn nicht. Einzige Möglichkeit, die ich sehe, ist insbesondere die Vermeidung teurer Import-Lebensmittel, die bei uns wohl zu 90% aus der EU kommen dürften und sich meiner Beobachtung nach rein am Euro-Kurs orientieren. Das sind vor alle mdie sog. "Discounter" (die diesen Namen schon lange nicht mehr zu recht tragen) Aldi und Lidl (Auchan haben wir in Pécs nicht), in denen vor allem deutsche, dänische, belgische, niederländische, französische und österreichische Produkte angeboten werden), vor allem aber: Aus DE und A (den Wein lasse ich mal weg).

    Ich habe über die Jahre sehr viele Einkaufszettel aufbewahrt und werde, sobald ich mehr Luft habe, daraus mal Statistiken für ausgewählte Produkte zusammenstellen.

    Heute war der Tag der Opfer des Kommunismus (A kommunizmus áldozatainak emléknapja). Minister László Trocsányi hielt in Budapest vor dem Haus des Terrors eine Gedenkrede und legte in Begleitung der Direktorin Mária Schmidt einen Kranz an der Mauer des Gebäudes nieder.


    Die Sprecher der Oppositionspartei Lehetmás, Márta Demeter und Lóránt László Keresztes, hielten an der Statue des von den Kommunisten am 25. Januar 1947 abgesetzten und in die Sowjetunion verschleppten Vorsitzenden der Partei der kleinen Landwirte (Kisgazda Párt), Béla Kovács, eine Gedenkveranstaltung ab. In seiner Rede forderte Keresztes "zum 19. Mal" die Offenlegung der kommunistischen Agentenakten (in Ungarn hieß der berüchtigte Inlandsgeheimdienst AVO).


    Man schätzt die Zahl der Opfer des Kommunismus auf über 100 Mio. Menschen. Allein infolge von Maos Kulturrevolution 1966 sollen 60 Mio. Menschen ermordet worden sein.

    Ferdinand, über das #Netzwerkdurchsetzungsgesetz, kurz #NetzDG genannt, kannst du dich hier informieren: Netzwerkdurchsetzungsgesetz


    Zusätzlich zu den dort refererierten Kritikpunkten (Gesetz von Laien gemacht, grundgesetzwidrig) wird allgemein von vielen Nutzern kritisiert, dass der Gesetzentwurf ohne Befragung und Mitwirkung der Bevölkerung gemacht und verabschiedet wurde. Ich habe die Bundestagsdebatte per Internetstream verfolgt, der Plenarsaal war ganz schwach besetzt, das Gesetz wurde von einer Handvoll koalitionstreuer Abgeordnerter nach kurzer Diskussion durchgezogen. Die Grünen (Sprecher in dieser Sache: Konstantin von Notz) waren dagegen, die AfD noch nicht im Bundestag vertreten.

    Oft werden Beiträge und ganze Konten in den sozialen Netwerken (hauptsächlich Twitter, Facebook und Youtube) ohne jede Vorwarnung gelöscht und zwar vorwiegend solche, die den Islam, die Islamisierung, die Masseneinwanderung oder die Merkel-Koalition kritisieren. Die Praxis ist also weit von Ahndung der Verherrlichung von z.B. NS-Propaganda, Beleidigung der Juden oder Schwulen & Lesben entfernt. Beleidigungen der letzteren beiden Gruppen haben infolge der Masseneinwanderung vornehmlich islamischer Zuwanderer und Erdogan-Türken in letzter Zeit stark zugenommen und werden kaum verfolgt. Wir haben auf Sopianae.eu im vergangenen April über das massive Aufteten von Türkentrollen berichtet.


    Es handelt sich m. E. um eine massive Einschränkung der Meinungsfreiheit. Österreich hat ein solches Gesetz nicht, bei Hasskriminalität werden die ordentlichen Gerichte damit beschäftigt. So auch in Ungarn.