Beiträge von Exilschwabe

    Es war Herbst 2005 und wir rüsteten zur Rückreise nach Deutschland. Wir waren aber mit unseren

    Gewohnheiten und "Sitten" noch so deutsch eingestellt, daß wir ein abbuchbares Konto unseren Nachbarn hinterlassen wollten.

    So fuhren wir ohne Dolmetscher in die Kreisstadt zur Bank um es zueröffnen.

    Auf dieser Bank kamen wir uns vor, wie im falschen Film, keine Angestellte konnte deutsch und auch anwesende "Schwaben"

    konnten unser Anliegen nicht verständlich machen.

    Nach Langem hin und her, ich war am Verzweifeln, startete ich meinen letzten Versuch. Nahm einen 10.000 Ft Schein und meinen Personalausweis, schob beides hinüber und sagte dazu Giro-Konto.

    Die Angestellte betrachtete meinen Ausweis, sah meinen ungarischen Geburtsort und ich hörte einen gewaltigen Wortschwall und nun war ALLES geklärt. Ich bekam ein Konto und noch heute schmunzeln die Angestellten der Bank, wenn ich erscheine.

    Inzwischen können wir soviel von der Sprache des Anderen, daß wir uns verständigen können.

    Liebe Angela,


    ich teile Deine Bedenken. Diese Witze sind unterste Schublade. Es wirft eine sehr Negatives Bild auf das Forum.

    Werden solche " Witze " salonfähiger, indem sie von außen nicht mehr einsehbar sind ? Ds darf ich doch bezweifeln.

    Auch die Reaktion unserer Forumsleitung ist sehr verhalten.

    Wer sich mit solchen "Witzen " im Forum brüstet, ist nicht nur formal an der falschen Adresse. sondern auch als Mensch.

    Wenn man als Fake unterwegs ist kann man so etwas veröffentlichen.

    Sollte dererlei nicht unterbunden werden , werde ich meine Mitarbeit am Forum überdenken.

    Ein Ehepaar geht auf eine Party. Dort treffen sie auf einen Gast,

    der dort ein Glas nach dem Anderen trinkt.

    Sagt sie zu ihrem Mann; "Mit dem war ich mal verlobt "

    Er zu ihr :" so, so und seitdem feiert er "

    Zu den Anderen, die keine Klingel angebracht haben, zähle auch ich.

    Eine Vollkomfortklingel mit 30 voreinzustellenden Tönen liegt griffbereit.

    Aber es besteht absolut keine Notwendigkeit sie anzubringen, - Nachbarn und Freunde

    wissen wie man das Türchen öffnet.

    Eine gut sichtbare Hausnummer mit dem Wappen unserer Gemeinde ist auch angebracht.

    Im Gegensatz zu Hausnummern mit dem St,aatswappen.

    Wie ihr aus meinen Beiträgen herauslest, haben meine Ahnen auch ihre

    Heimat verlassen um in fremden Ländern Lohn und Brot zu finden.

    Niemals jedoch ohne Arbeit am Reichtum der Gastgeber zu partiziperen.


    Das kann man bei den jetzigen "Flüchtlingen" nicht feststellen. Sie ziehen

    (oder lassen sich chaufieren) durch 5 bis 6 Länder, in denen sie auch Schutz finden

    könnten. Doch in diesen wollen sie nicht bleiben, sie wollen nach Deutschland, wo

    Milch ( höchste Sozialleistungen) und Honig fließen.

    Peitschenstecken schneiden


    Zu Maria Opferung , am 12. 11. wenn schon die Blätter von Bäumen und Sträuchern gefallen

    waren, gingen die Bauern Peitschenstecken schneiden. Weichsel- und Hartriegelruten wurden

    geschnitten, zum Bündel gebunden und heimgetragen. Zu Hause wurden sie ausgelesen undso 6-7

    Stück zusammengebunden und nach dem Brotbacken in den Backofen zum Trocknen gelegt.

    Die Bauern haben diese " Werktagspeitsch "aus Hanf geflochten am Ende wurde eine Quaste

    angebracht. Die Peitsche knallte besonders gut und eignete sich um die Bremsen und Fliegen vom

    Rücken der Pferde zu verjagen.

    Wenn die Dörfler auf die Märkte fuhren, so wurden den Pferden das schöne Pferdegeschirr

    angelegt. Am Kopfteil waren "Schalange" mit Spiegeln mit Buckelriemen angebracht. Auch der
    Schwanzriemen wurde angeschnallt. Der Wagen bekam dazu auch den ledernen Sitz und der

    Kutscher nahm die Peitsche aus "Spanisch-Rohr" oben mit eine Quaste aus rot-weiß-grüner

    Baumwolle. Im großen, ledernen Tornister war Schinken, Brot und Wurst eingepackt. Der

    "Temschö" war mit Rotwein gefüllt.

    In der Uni- während einer Vorlesung stellt der Professor am Fräulein Müller die Frage; " Welches Körperteil vergrößert sich bei Erregung ums Mehrfache ?" Die errötet und blickt zu ihrem Nachbarn. Dieser antwortet :" die Pupille ". Der Professor ."Richtig, und ihnen Fräulein Müller empfehle ich ihre Erwartungen in Punkto zukünftigen Ehemanns zurückzuschrauben.

    Gestern nachmittag fuhr ich mit dem Fahrad ins Geschäft

    und kaufte eine Flasche Jack Daniel. Ich tat sie ins Fahradkörbchen

    und fuhr heim. Auf dem Heimweg kam mir der Gedanke, ich könnte stürzen

    und die Flasche zerbrechen. Wäre es nicht besser, sie sofort auszutrinken.

    --Gedacht, getan.

    Ihr werdet es nicht glauben, auf dem weiteren Weg bin ich noch zweimal

    gestürzt.

    Heute, am 5. Oktober ist der Namenstag von


    Attila

    ( Vater vom Land zwischen den Flüssen)


    Meinen herzlichen Glückwunsch an alle, die sich

    Attilo, Etele, Atli,, Etzel und Atlian nennen.

    Die weibliche Variante ist Ethel.


    Dieser Name ist in Ungarn und in der Türkei gebräuchlich.

    Wer war Attila ?

    Attila war der Führer der Hunnen, die im 5. Jahrhundert Teile von Europa eroberten.

    Bekannt war er in Mitteleuropa als König Etzel.


    Ein bekannter Träger dieses Namens ist

    Attila Hörbinger (östereichischer Schausoieler )


    Bauernregel; Wenns im Oktober friert und schneit,

    bringt der Jänner milde Zeit.

    Heute, am 4. Oktober ist der Namenstag von


    Franz (Franziskus )


    - der Freie, der Franke


    Meinen herzlichen Glück wunsch an alle, die sich

    Frans, Franais, Franco, Francesco, (ung.) Ferenc nennen.Die

    weibliche Variante ist

    Frania, Franziska und Frani.


    Ein bedeutender Träger dieses Namens ist im Christentum der

    Heilige und Ordensgründer

    Franz von Assisi.


    Als das Flugwesen noch in den Kinderschuhen steckte nannte ma den

    Navigator Franz. Wenn man die Orientierung verloren hatte, so hatte man sich

    eben verfranzt.


    Bauernregel ; Warmer Oktober bringt fürwahr,

    uns einen sehr kalten Februar

    Gestern, am 29. September war der Namenstag von


    Michael


    Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Männer , die sich

    Michael, Mikael, Miguel, Mika, Maik ( ung.) Mihaly nennen.


    In der Bibel ist Michael als Erzengel erwähnt, der Vorkämpfer der Gott treu gebliebenen

    Engel gegen Lucifer.

    Schon im Frankenreich wurde Michael verehrt als Schutzpatron der Christen gegen die Heiden.

    Er ist auch der Patron des deutschen Volkes (der deutsche Michel ), der Kaufleute,der Apotheker,

    Glaser und Maler.

    In früheren Zeiten wurden zu Michaeli die Dienstverhältnisse von Knechten und Mägden

    gelöst und wieder neu geschlossen.

    Heutiger Namenstag


    Heute, am 17. September ist der Namenstag von


    Hildegard

    (Altdtsch. die im Kampf Schützende )


    Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Mädchen und Frauen, die sich

    Hilde, Hilda, Hille, Hildi, Hilla, Hildegarda nennen.


    Eine bekannte Trägerin dieses Namens ist

    Hildegard von Bingen (1098 - 1179 ) war Benekiinerin und Äbtissin.

    Sie war Mystikerin und zog als anerkannte Predigerin durchs Land.

    Wegen ihrer Sittenstrenge war sie im Teilen des Klerus gefürchtet.

    Heutiger Namenstag


    Heute, am 16. September ist der Namenstag von

    Edith

    ( Edgitha, Edita )

    --die für ihr Glück kämpfende---


    Meinen herzlichen Glückwunsch an alle Frauen und Mädchen, die sich

    Edi, Eddi, Diddi, Ete, Edda, Editha nennen.


    Wer war Edith ?

    Edith war die Tochter des englischen Königs Edgars. Als ihr Bruder ermordet wurde sollte

    sie Königin werden. Sie lehnte ab, denn sie lebte lieber in der Stille des Klosters.

    Sie starb erst 33 Jahre alt am 16. September 984.


    Eine bekannte Trägerin dieses Namens ist

    Edith Piaf, französische Chansonet

    Levente


    Nach dem verlorenen I. Weltkrieg bestanden die Völker, in denen Ungarn dominierte, auf Selbständigkeit. Mit einem Male sah sich Ungarn aus der Rolle einer europäischen "Großmacht" in der Rolle eines Kleinstaates. Dieses gefiel der herrschenden Oberschicht garnicht. (Noch heute "träumen" viele noch von Großungarn ) Dieses war ein Grund die Jugend zu militarisieren, weil man glaubte, diese für sie ungerechten Grenzen, revidieren zu können.

    Aus diesem Grunde wurde für die männliche Jugend eine Pflichtorganisation, zur vormilitärischen Ausbildung, geschaffen.

    Die Levente. .


    Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren war diese Ausbildung geschaffen, es endete mit der Einberufung zur Honved.Wöchentlich waren 4 Stunden vorgesehen, im Sommer Sport und Exerzieren , im Winter theoretischer Unterricht.

    Die Ausbilder waren Veteranen des I. Weltkrieges u.a. Vitez (Helden ) und ehem. Unteroffizier.

    Die Ausbildung fand Sonntagnachmittag statt.

    Die Jüngeren ( Ujanc ) übten hauptsächlich das Marschieren mit all seinen Facetten, die Mittleren und die Großen übten Gewehrgriffe an Holzgewehren, Parademarsch und Schießen.

    Das sportliche Programm bestand aus Turnen, 100 m Lauf, Hoch- und Weitsprung, Diskuswerfen und Geländelauf.


    Von Anfang an unterstand die Ausbildund dem Kreiskommandanten.der auch Levente"meisterschaften" organisierte, die sehr beliebt waren. Er vermittelte auch über Politik und später übers Krtiegsgeschehen

    Diejenigen, die bei der Musterung zur Honved durchfielen schieden automatisch aus der Levente aus.

    Hallo Freunde !


    Schade, daß wir uns vor 30 Jahren in Ungarn nicht trafen. Auch wir waren zu der Zeit dort. Mir den Jungs aus Sachsen und Thüringen saßen wir in Hustopec am Lagerfeuer, sie erzählten uns von diesem Picknick, daß das der Anfang vom Ende würde sein, ahnten wir nicht. Unser Quartier, in Kiliantelep nicht weit von Zanka. Ständig wurden wir gefragt, wo wir dann hinfahren.

    Der Urlaub verging, die politische Stimmung, speziell für uns Ostdeutsche war nicht zu beschreiben.

    In letzten Ort in Ungarn sprach uns ein Österreicher an "Wi fahres dan hie" ich darauf, nach Deutschland, wo die kleinen Autos gebaut werden. Er darauf : " das ist auch recht in wenigen Jahren sind wir sowieso alle zamm " Ich darauf!" Gott gäba, daß es unsere Enkel erleben" Er daraur "Bu denk an meine Worte!"

    Ich frag euch, woher wußte er das ?


    Zu Mitternacht an der DDR-Grenze mussten wir erst die Beamten wecken.Wir waren wahrscheinlich die Einzigsten die zurückkamen.

    Von da an war es als wenn man die Stopper gelöst hatte und es kein Turück mehr gab.

    Der Erfolg dieses Gesetzesartikels war mehr als zweifelhaft. ( Vielleicht war es auch gewollt ) Zu Hause "Deitsch". und in der Schule ungarisch. Ungarische und deutsche Schreibweisen vermichten sich. Das ist heute noch zu sehen bei Wandschonern und Paradebett-tüchern noch sichtbar. Es wurde deutsch mit ungarischer Grammatik geschrieben.


    Die Schulen standen unter der Aufsich der Kirche, den Pfarren und Dechanten. Großer Wert wurde auf die vaterländische und religiöse

    Erziegung gelegt. Die Kinder gingen vor der Schule in die hl.Messe, danach war von 8 - 12 Uhr Unterricht. Nach einer einstündigen Pause ging der Unterricht bis 15.00 Uhr weiter.


    Die Schulentlassenen hatten jeden Sonntag eine Stunde vor dem Kirchgang Wiederholungskurs (Sonntagsschule )

    Die Lehrer hatten nicht nur die Bildung der Kinder zu sichern, die mussten auch die Messen gestalten.mit Kirchenliedern, die er auch an der Orgel begleitete.


    Als Besonderheit im Schulwesen bildet die Einrichtung einer Volksbundschule. Die Spaltung der Gemeinde in Anhänger der Treuebewegung und des Volksbundes brachte es mit sich, daß eine deutsche Schule etabliert wurde. Diese hatte eine kurze Bestandszeit, denn ab 1944 mit der Vertreibung und Deportation der Volksbündler und die man dafür erklärte, ein Ende gefunden.


    Nach Jahren des absoluten Totschweigens der deutschen Sprache und der deutschen Minderheit wurde das Verhältnis etwas gelockert.
    Anfangs der sechziger Jahre wurde der fakultative Deutschunterricht mit wöchentlich 2 Unterrichtsstunden eingeführt.

    Die Kinder lernten eine Sprache, die ihre Eltern nicht beherrschten. Sie können weder Schuldeutsch noch Dialekt.

    Das Schulwesen in den donauschwäbischen Dörfern war mit Höhen und Tiefen ausgestattet. Die Erstsiedler waren bestrebt einen

    Lehrer anzustellen, der den Kindern Lesen, Schreiben, Rechnen beibringt und bei den Gottesdienst den Gesang leitete.

    Die Gemeinde sicherte den Unterhalt des Lehrers aber auch die Eltern mussten Unterrichtsgeld bezahlen. Für seine Arbeit als Kantor und Organist wurde er aus der Kirchenkasse entlohnt.


    Während der Regierungszeit Maria Theresia wurden Verordnungen über das Schulwesen erlassen, die auch Joseph II. weiterführte.

    --einheitliche Schule für ganz Ungarn

    -- Einteilung in 9 Schulbezirke mit Schulinspektoren ( Sie erteilten Instruktionen an die Lehrer und übten Kontrollen aus)

    --die Bezahlung der Lehrer muss sichergestellt werden ( Sie tragen eine große Verantwortung in der Bildung und Erziehung )

    -- neue Schulen werden gebaut (jede Siedlung sollte mindestens eine Schule mit guter Ausstattung in einem gesunden, hellen Gebäude)


    -- der Untericht solle in der Muttersprache erfolgen


    -- die Schulzeit von Kindern beträgt 6 Jahre, danach Wiederholungsunterricht


    (doch hierbei gab es auch Einschränkungen, wenn in den Dörfern wegen der anfallenden Sommerarbeit und im Winter mangels Winterbekleidung und Heizung , die Schule nicht besucht werden konnte-


    So konnte auch die Schulpflicht vom Elternhaus nicht immer erfüllt werden. Im Sommer war nur ein Viertel der Schüler gegenüber der

    Winterzeit anwesend.

    Nach den Ausgleich 1867 wurde auch ein neues Schulgesetz erlassen, welches im allgemeinen die kaiserlichen Verordnungen bestätigte mit der Ausnahme der Muttersprache, diese sollte durch ungarisch ersetzt werdeen


    Der Gesetzesartikel XVIII aus dem Jahre 1879 hatte die Magyarisierung der Schulsprache zum Ziel.



    ( Vorbei waren alle Zusagen und Privilegien, die man den Neusiedlern gemacht hatte. Das dies keinesfalls das harmonische

    Miteinander förderte, ist leicht festzustellen. Doch dies betraf mehr oder minder nur die gemischtsprachigen Gemeinden.

    In den rein deutschen Dörfern nahm man es nur zur Kenntnis. )